Informationen über die Gewährung von Beihilfen in Krankheits- Pflege- und Geburtsfällen
für Beamtinnen und Beamte und Versorgungsempfänger, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer


Berücksichtigungsfähige Personen und Angehörige

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnisse vor dem 1. Januar 1999 begründet wurden, erhalten Beihilfen. Ausgenommen hiervon ist eine Beihilfe bei dauernder Pflegebedürftigkeit...

Beihilfefähige Aufwendungen

Beihilfefähig sind die nachstehend genannten Aufwendungen, wenn sie notwendig und in der Höhe angemessen sind und die Beihilfefähigkeit nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Über die Notwendigkeit und Angemessenheit entscheidet die Beihilfefestsetzungsstelle. Sie kann hierzu ein Gutachten einholen.

Beihilfeaufwendungen sind:
    Aufwendungen für zahnärztliche Leistungen
    Psychotherapeutische Behandlung
    Arznei- und Verbandsmittel
    Heilbehandlung
    Hilfsmittel
    Sehhilfen
    Krankenhausbehandlungen
    Vorübergehende häusliche Kranken- und Behandlungspflege
    Familien- und Haushaltshilfe
    Fahrkosten
    Unterkunft bei notwendigen auswärtigen ambulanten ärztlichen Leistungen
    Künstliche Befruchtung
    Wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Behandlungsmethoden
    Sanatoriumsbehandlungen
    Heilkuren
    Mutter-Kind-Kuren
    Hospizaufenthalte
    Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten
    Geburtsfälle
    Auslandsbehandlungen

Bemessungssatz:

Die Beihilfe wird nach einem personenbezogenen Prozentsatz berechnet.
Der Bemessungssatz beträgt bei:

Beihilfeberechtigten50%
Empfänger/innen von Versorgungsbezügen und
nicht selbst beihilfeberechtigten Ehepartner
70%
Kinder, sowie Waisen80%

Verfahren:

Die Beihilfe wird auf schriftlichen Antrag (Vordruck) der oder des gewährt.

Eine Beihilfe wird nur gewährt, wenn die Aufwendungen insgesamt mehr als 200 Euro betragen. Wird die Summe nicht erreicht, können die Aufwendungen aus zehn Monaten (ausgehend von den Rechnungsdaten bzw. Kaufdaten) zusammen gewährt werden, wenn die Aufwendungen 15 Euro übersteigen.

Auf die Ausschlussfrist von einem Jahr wird hier ausdrücklich hingewiesen. Maßgebend für die Frist ist der Antragseingang bei der Beihilfestelle (Eingangsstempel der Poststelle).

Legen Sie bitte Originalrechnungen und -verordnungen, Durchschriften oder beglaubigte Abschriften vor. Die Belege müssen für die Beihilfestelle nachprüfbar sein und deshalb folgende Angaben enthalten:

•  die Rechnungsstellerin oder den Rechnungssteller,
•  die behandelte Person,
•  den Rechnungsbetrag,
•  das Rechnungsdatum,
•  die gewährten Leistungen (spezifiziert),
•  die Diagnose (bei krankheitsbedingten Aufwendungen) und
•  den Zeitraum der Behandlung.


  Formulare, Anträge...:
Stand
Antrag auf Beihilfe
Juli 2007
Stammblatt
Januar 2010
Anerkennung der Beihilfefähigkeit der Aufwendungen einer Mutter-Kind-Kur/Vater-Kind-Kur
Februar 2009
Anwendung der Härtefallregelung beim Abzug von Eigenbehalten
Oktober 2008
Anwendung der Härtefallregelung beim Beihilfeausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel
Mai 2009
Bescheinigung über das Vorliegen eines Ausnahmefalls bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln
Mai 2009
Fragebogen Implantatversorgung
Juni 2009
Psychotherapie - Erstbehandlung
Januar 2006
Psychotherapie - Folgebehandlung
Januar 2006
Vollmacht
Februar 2009